Die Bachwiesenplatz selbst liegt wunderschön und malerisch am Wittbach. Die geschaffene Lichtung für den Grillplatz ist vom Wald gesäumt und bietet großen Anreiz, hier noch ein wenig nach dem Programm zu verweilen. Kinder und selbst Jugendliche können sich auf diesem "Naturspielplatz" wunderbar selbst beschäftigen. Sollten Sie hier nach dem Programm verweilen und ggf. auch den Grillplatz nutzen wollen, buchen Sie ihn bitte unbedingt für sich über die Gemeindeverwaltung (Frau Riedl-Kirchner). In der Regel werden 250€ Kaution sowie 35€ Gebühr erhoben, für pädagogische Zwecke ist die Nutzung jedoch unentgeltlich.

Dennoch bieten sich nach dem Besuch bei Schriftzug klein noch zahlreiche weitere interessante und sehenswerte Möglichkeiten. Unter den Kategorien (s. unten) finden Sie ggf. auch Ansprechpartner (Klick führt zu Kontaktinformationen und Kontaktformular).

 

 

 

 

 

 

Bettingberg-Tunnel - 700 m Dunkelheit und Fledermäuse

Weg 1 führt am Zuweg zum Tunneleingang vorbei. Hier steht man nach etwa 200 m auf dem ehemaligen Schienenweg - einige Schottersteine sind noch zu erkennen - das beeindruckende Tunnelportal mit dem Löwenkopf. Der Tunnel wurde 1879-1881 gebaut und bis 1976 von der Eisenbahn genutzt. Anschließend nutzte ihn Mercedes kurzzeitig als Teststrecke für einen Spurbus - deshalb sind die ersten 500 m des Tunnelbodens betoniert.

Heute ist der Tunnel ein FFH-Habitat und Winterquartier für die Fledermaus, speziell für die Mopsfledermaus. Er ist deshalb zwischen November und März nicht zugänglich. In der Zeit von April bis Oktober sind die Hinweise auf dem Schild zu beachten (kein offenes Feuer, kein Lärm, ...)! Fledermausfachberater Uwe Scheurich bietet saisonal interessante Fledermausführungen (in den Abendstunden) an.

Quellen, weiterführende Informationen und Hintergründe:

 

Himmelreich-Strand - wie im Urlaub

Am Main entlang finden sich immer wieder mehr oder weniger gut zugängliche Badestellen. Eine besonders idyllische, gut einsehbare und genügend große Bucht mit Sandstrand findet sich kurz vor der Spitze des Himmelreiches. Dazu läuft man weiter den Main entlang, an der Schleuse Eichel vorbei. Der befestigte Weg wird zur Forststraße; kurze Zeit später kommt man rechts an einen größeren, lichten Bereich mit einer einzelnen, auffälligen Weide. Dahinter geht es rechts ab zur Bucht. Die Stelle ist auf der Karte markiert und mit Bildern unterlegt.

Bitte unbedingt darauf achten, dass Strand und Bucht sauber verlassen werden - so können noch viele andere Familien und Gruppen ihre Freude daran haben und sich wie im Urlaub fühlen.

Für den Rückweg bietet es sich an, die 1,3 km bis zur Schleuse Eichel zu laufen und hier den Main zu überqueren - für einige wird auch das ein Erlebnis sein. Auf der anderen Seite kann man sich entweder abholen lassen oder rechts nach Eichel laufen (1,5 km) und dort den Bus nehmen.

Quellenwanderung - vom Flurbrunnen zum Widder

Der Hang ("Talze") nördlich von Kreuzwertheim speist zahlreiche Quellen sehr ausdauernd, so dass die meisten auch in trockenen Sommern Wasser führen. Ursache scheint eine dicke Lehmschicht zu sein, die das Wasser lange hält und langsam abgibt. In erster Linie ist es dem Kreuzwertheimer Robert Michel (mit Unterstützung der Marktgemeinde) zu verdanken, dass die Quellen geortet und liebevoll und völlig unterschiedlich gefasst wurden. Darüber hinaus finden sich an der Speyersberg-Quelle I zwei kleine Wasserräder ein sogenannter "hydraulischer Widder" - dessen Prinzip ist gar nicht einfach zu verstehen.

Ein möglicher Weg ist in der Karte hellblau markiert. Er ist etwa 5,5 km lang und führt nach Unterwittbach. Von dort (Hirtenweg) kann man mit dem Bus 8072 um 14:54 Uhr und 15:56 Uhr zurück nach Kreuzwertheim Friedhof fahren (8 bzw. 9 Minuten Fahrzeit) und dann nach Wertheim laufen (2 km zum Bahnhof über neue Brücke - 1,7 km zum Bronnbacher Hof). Die Gruppenfahrt muss angemeldet werden (Main-Spessart Nahverkehr, 09351 9757-97).

Wegbeschreibung (siehe auch Karte):

Man läuft auf Weg 1 (normale Route) zurück und bleibt auf der Forststraße. Am Ende wendet man sich links auf eine Brücke über den Wittbach. Auf diesem Forstweg bleiben, er führt rechts um die Kreuzwertheimer Häuser. Der Weg führt zur Staatsstraße 2315, die man überquert. Nur wenige Meter später ist man am Flurbrunnen. Es geht geradeaus weiter zum Waldrand und dem Waldbrunnen. An dieser Stelle wendet man sich rechts. Es folgt das Talzenbrünnlein, das im Sommer auch trockenfällt - etwas weiter oben lässt sich auf die gefasste Talzenquelle finden. Weiter auf dem Weg folgt bald das Speyersberger Kaskadenbrünnlein; es wurde erst 2015 angelegt. IDer Forstweg macht direkt darauf eine Linkskurve, in der man die Steinerne Rinne findet. Für Abenteuerlustige kann noch die etwas verwilderte Brunnenstube Mühlenwiesen besucht werden - der steinerne Wegweiser auf der linken Seite weist darauf hin (Der Weg ist mit roten Punkt in weißem Kreis markiert, geht zunächst hangabwärts und wendet sich bald nach links.) Ansonsten geht es auf dem Weg weiter zur Speyersberg-Quelle II. Man nähert sich absteigend nun wieder der Straße und passiert einen gut erkennbaren Lehmhang. Gleich darauf führt ein kleiner Weg scharf rechts zu Speyersberg I und dem Widder - dieses Plätzchen lädt auch, je nach vorhandener Zeit, zum Verweilen und Brotzeit machen ein. Danach hält man sich links und läuft auf der Forststraße weiter. Unterwittbach mit seiner Biogas-Anlage kommt bald in Sicht. Geht man rechts unter der Unterführung durch und folgt der Straße, gelangt man kurze Zeit später zur Bushaltestelle.

Kaffelstein-Rundweg - Mainblick, Weinberge und Mahnmal (Relikt der NS-Zeit)

Das dritte Reich hat versteckt und doch imposant Spuren hinterlassen in Kreuzwerheim. Auf dem früher hier vorhandenen, weit nach Wertheim sichtbaren Felse haben Nationalsozialisten bereits im Juni 1929 ein großen Hakenkreuz-Symbol angebracht - kurze Zeit später konnte es gesprengt werden. Unter dem Nazi-Regime wurde bereits 1933 der Plan umgesetzt, zum Gedenken an diese "welterschütternde Tat" der Sprengung ein Mahnmal zu errichten. Es wurde pompös eingeweiht und diente für Zeremonien der Nationalsozialisten (Vereidigungen, Ehrungen, ...), als Ausflugsziel und als Treffpunkt der Hitlerjugend. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die nationalsozialistischen Symbole entfernt - Torturm, Feuerplatte und Fahnenhalterungen sind erhalten. "Mahnmal" heißt es auch heute noch, wenn auch in völlig anderem Sinne. (Quelle siehe unten). Der Platz und die Aussicht bieten eine gute Gelegenheit für eine Pause.

Interessant ist aber nicht nur das Mahnmal selbst. Der Weg um den Kaffelstein führt unterhalb der Weinberge und den alten Sandsteinmauern mit unregelmäßigen Einlassungen und Nischen vorbei und bietet zu jeder Jahreszeit einen herrrlichen Ausblick über den Main und das Himmelreich. Vom Mahnmal ist es nur ein kurzer Abstieg zur Bushaltestelle Kreuzwertheim Friedhof - um 13:41 Uhr und 15:05 Uhr fahren hier Busse nach Wertheim, Bronnbacher Hof. Die Gruppenfahrt muss angemeldet werden (Main-Spessart Nahverkehr, 09351 9757-97).

Wegbeschreibung (siehe auch Karte):

Der Weg ist auf der Karte rot markiert. Von der Bushaltestelle Hochhaus (Ende von Weg 1) geht man hangaufwärts am Hochhaus vorbei und biegt nach den Glascontainern in den Wald ein. Nach leichtem Anstieg auf dem Forstweg wendet man sich an der Kreuzung nach links und lauft links um den Kaffelstein-Hang herum. Bald öffnet sich der Blick auf den Main und die Weinberge. Immer weiter geht es, bis man die Weinberge hinter sich lässt. Kurze Zeit später hält man sich rechts und steigt wieder leicht an. Auch hier finden sich wieder Weinberge; der Blick nach Wertheim ist frei. Kurz nachdem der Weg wieder in einer Rechtsbiegung in den Wald führt, sieht man das Mahnmal bereits am Hang. Ein kleiner Pfad nach rechts führt dorthin. Nach einem kurzen Anstieg kommt rechts der Torbogen in Sicht. Beide Wege (rechts und geradeaus) führen zur kreisrunden Versammlungsfläche mit einer Linde in der Mitte. Das Mahnmal lädt zu einer Rast ein ("Lagern und Feuer ist ohne Genehmigung durch die Gemeinde verboten").

Auf dem Weg zur Bushaltestelle läuft man geradewegs bergab, umgeht das Sportareal rechts herum und steigt dann die Stufen in Richtung der Kirche hinab. Auf der Lengfurter Straße wendet man sich nach links und ist kurze Zeit später an der Bushaltestelle "Friedhof".

Vom Hochhaus bis zum Mahnmal sind es etwa 2 km, vom dort bis zur Bushaltestelle etwa 0,6 km.

Quellen, weiterführende Informationen und Hintergründe:

  • Schneider Manfred: Das Kaffelstein-Mahnmal. Frühes Monument des Nationalsozialismus. In: Markt Kreuzwertheim, (Hrsg.): 1000 Jahre Kreuzwertheim. Band 3. Hauguth Verlag, Kronach 2011.

 

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